Der Brocken ist für viele Menschen ein Ausflugsziel.
Für die Familie Steinhoff ist er seit vielen Jahren ein Teil ihres Lebens.
Seit den frühen 1990er-Jahren ist der Name Steinhoff eng mit dem Brocken verbunden. Nachdem der Gipfel nach der deutschen Wiedervereinigung wieder für Besucher geöffnet wurde, begann für viele Menschen im Harz eine neue Zeit – auch für Hans Steinhoff. Er gründete 1990 den Brockenwirt und legte damit den Grundstein für eine lange Tradition der Gastfreundschaft auf dem höchsten Berg Norddeutschlands.
Was zunächst mit der Bewirtung von Gästen begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Brockens und der Region rund um Schierke. Wanderer, Brockenbahn-Reisende und Harzliebhaber kehrten hier ein, stärkten sich nach dem Aufstieg oder genossen einfach den Blick über den Harz.
Mit der Zeit kamen weitere Orte hinzu, die eng mit der Familie verbunden sind – darunter das Brockenscheideck in Schierke sowie das Brockenhotel auf dem Gipfel. Viele Gäste haben hier übernachtet, gegessen, gefeiert oder einfach einen Moment innegehalten, während draußen der Wind über den Brocken zog.
Der Brocken selbst hat eine lange und bewegte Geschichte.
Er ist mit seinen 1142 Metern der höchste Berg im Harz und im gesamten Norden Deutschlands und zieht jedes Jahr über eine Million Besucher an. Seit Jahrhunderten ranken sich Mythen um den Berg – von Hexensagen und der Walpurgisnacht bis hin zu seiner Rolle während der deutschen Teilung, als der Gipfel lange Zeit militärisches Sperrgebiet war.
Für die Familie Steinhoff war der Brocken jedoch immer vor allem eines: ein Ort der Begegnung. Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit dem Brockenwirt. Gespräche bei einer warmen Mahlzeit nach einer Wanderung, ein kurzer Aufenthalt am Brockenbahnhof oder ein Blick über die weite Landschaft des Harzes gehören für viele Gäste einfach zu einem Besuch auf dem Brocken dazu.
Heute wird diese Tradition von der nächsten Generation weitergeführt. Mit Daniel und Lucas Steinhoff ist die Familie weiterhin eng mit dem Brocken und der Region verbunden. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Gäste auch heute noch einen Ort finden, an dem sie willkommen sind – ganz gleich, ob sie zu Fuß, mit der Brockenbahn oder einfach aus Neugier den Weg auf den Berg gefunden haben.